
Die Sache mit der Werbung
- Dorothee Kmitta

- 9. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
Als ich mein Coaching aufgebaut habe, dachte ich, der Hauptteil meiner Arbeit wäre das eigentliche Coaching.
Heute weiß ich, dass ich mich geirrt habe.
Bevor ich Menschen überhaupt beraten kann, muss ich erst einmal Werbung für mich machen. Und genau das fällt mir unglaublich schwer.
Nicht, weil es mir peinlich wäre, sondern weil Werbung für mich schon immer einen unangenehmen Beigeschmack hatte.
Oft wirkt Werbung manipulativ. Sie möchte Bedürfnisse erzeugen oder Menschen davon überzeugen, dass sie etwas unbedingt brauchen.
Genau das möchte ich nicht.
Ich möchte niemanden von etwas überzeugen, das er eigentlich gar nicht möchte oder jemandem einreden, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Ich möchte Menschen auch nicht mit Angst erreichen. Ich wünsche mir vielmehr, dass Menschen genau wissen, worauf sie sich bei mir einlassen.
Deshalb habe ich irgendwann begonnen, meine Hühner in meine Beiträge einzubauen. Ja, auch als Marketingstrategie, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Aber nicht nur deshalb. Meine Hühner sind ein wesentlicher Teil meines Lebens. Sie zeigen etwas von dem Menschen hinter der Beratung und geben einen kleinen Einblick in meinen Alltag.

Vielleicht fällt genau deshalb der erste Kontakt ein wenig leichter.
Trotzdem merke ich immer wieder, wie schwer diese Gratwanderung ist. Zwischen Sichtbarkeit und Ehrlichkeit. Zwischen Reichweite und Authentizität.
Natürlich wünsche ich mir, dass möglichst viele Menschen auf meine Homepage aufmerksam werden. Aber noch wichtiger ist mir, dass genau die Menschen bleiben, die sich bei mir wirklich wohlfühlen würden.
Ich möchte einfach sichtbar sein für die Menschen, die sich genau diese Art von Begleitung wünschen.
Ich merke inzwischen, dass Werbung nicht zwangsläufig manipulativ sein muss. Sie kann auch einfach eine Möglichkeit sein, sichtbar zu werden. Denn Menschen können meine Unterstützung nur in Anspruch nehmen, wenn sie wissen, dass es mich gibt.




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